Internalisiertes Stigma als Stressor – pathophysiologische und psychologische Konsequenzen für die Entwicklung einer Intervention (Prof. Dr. Claudia Luck-Sikorski, abgeschlossen)

Die Stigmatisierung und Diskriminierung, die Menschen mit Adipositas erleben, wirken sich als Stressoren negativ auf die Gesundheit der Betroffenen aus – vor allem, wenn sie das negative Fremdbild stark als Selbstbild annehmen (Selbststigma). Probanden mit hohem und niedrigem Selbststigma werden befragt; Speichel- und Blutproben dieser Gruppen werden auf Cortisol untersucht, ein Hormon das in Stresssituationen ausgeschüttet wird. Mit diesen und mit Ergebnissen früherer Stigma-Studien soll ein verhaltenstherapeutischer Behandlungs-ansatz entwickelt werden, der den Betroffenen hilft mit der Stigmatisierung besser umzugehen. Bei drei Gruppen, die mit diesem Ansatz behandelt wurden, werden nochmals Befragungen sowie Speichel- und Bluttests durchgeführt.

Laufzeit: 01.08.2016 – 30.04.2019

 

Beschreibung des Forschungsprojekts

Langfristig soll so eine Anleitung zur wirksamen Behandlung der Stigma-Auswirkungen entstehen (Interventionsmanual). Dies ist bedeutsam, da ein ausgeprägtes Selbststigma Gewichtsreduktionstherapien erschwert.

Projektleitung

Prof. Dr. rer. med. Claudia Luck-Sikorski

Leitung Nachwuchsgruppe "Stigmatisierung und internalisiertes Stigma bei Adipositas"
Mitglied: Nachwuchskommission
Projektleitung

+49 341 97-24471

claudia [dot] sikorski [at] medizin [dot] uni-leipzig [dot] de