Prof. Anja Hilbert ist neue Präsidentin der größten Gesellschaft für die Erforschung von Essstörungen

Die IFB-Wissenschaftlerin wurde kürzlich in dieses leitende Amt in der internationalen Eating Disorder Research Society (EDRS) gewählt. Sie ist Professorin für Verhaltensmedizin am IFB. Vor allem die Essanfalls-Störung (Binge-Eating-Disorder) begünstigt Übergewicht.

Kopf und Essen
Am IFB wird das Essverhalten wissenschaftlich untersucht. (Foto: iStock/MeePoohyaphot)
Prof. Dr. Anja Hilbert leitet den Bereich Verhaltensmedizin am IFB (Foto: Universitätsklinikum Leipzig)

Die EDRS beschäftigt sich mit Essstörungen wie der Magersucht (Anorexia Nervosa), der Ess-Brech-Sucht (Bulimia Nervosa), der Ess-Anfalls-Störung (Binge-Eating-Disorder) sowie mit krankhaftem Übergewicht (Adipositas). 200 renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Bereich Essstörungen sind ausgewählte Mitglieder des EDRS. Ziel der Fachgesellschaft ist die Vernetzung und der Austausch in diesem Forschungsfeld, vor allem durch den jährlichen Fachkongress. Dieser wird im September 2017 zum Thema „Bridging the Gap in Eating Disorders Research and Treatment“ unter Leitung von Prof. Hilbert in Leipzig stattfinden.

Für das IFB untersucht Hilbert die psychosozialen Faktoren, die zur Entstehung einer Adipositas beitragen, wie etwa unkontrolliertes Essverhalten, Psychopathologien und gewichtsbezogene Stigmatisierung. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt auf neuen verhaltenstherapeutischen Behandlungsansätzen. Anja Hilbert ist außerdem stellvertretende Sprecherin des IFB und psychologische Leiterin der IFB AdipositasAmbulanz. Die Wissenschaftlerin war vor ihrer Tätigkeit in Leipzig Professorin für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität Fribourg, Schweiz. Von 2012 bis 2014 war sie Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Essstörungen.