Ein Jahr AdipositasAmbulanz

Die IFB Adipositas Ambulanz feiert ihr einjähriges Bestehen.

Wer krankhaft übergewichtig ist und sich im Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrums (IFB) AdipositasErkrankungen Leipzig behandeln lassen will, der kommt an der AdipositasAmbulanz nicht vorbei. Sie ist die zentrale Anlaufstelle für alle Patienten – in jeder Phase der Behandlung.
Die AdipositasAmbulanz des Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrums (IFB) AdipositasErkrankungen Leipzig ist eine Spezialambulanz für krankhaft übergewichtige Menschen. Eine Voraussetzung für eine Behandlung ist deshalb ein Body-Mass-Index über 35 kg/m². Patientenanrufe für eine erste Terminvereinbarung nimmt Jana Hösel entgegen. Die Wartezeit bis zur ersten Arztkonsultation liegt momentan zwischen einem und zwei Monaten. „Die Ärzte geben sich aber große Mühe, so viel freie Termine wie möglich zu vergeben“, sagt Jana Hösel.

Der erste Termin dient der Vorbereitung. Es wird Blut abgenommen, was in der Regel nicht länger als 15 Minuten dauert, und ein Fragebogen ist auszufüllen, der Auskunft über Beschwerden, Ernährungsgewohnheiten und Befinden geben soll. Beim zweiten Termin bespricht einer der Ambulanzärzte die Ergebnisse des Fragebogens und der Blutuntersuchung mit dem Patienten sowie individuelle Behandlungsmaßnahmen. „Die Ärzte widmen jedem neuen Patienten viel Zeit, etwa eine Stunde.“ Jeder Patient wird gründlich untersucht und bekommt ein auf ihn zugeschnittenes Interventionsprogramm für die nächsten sechs Monate. „Entscheidend ist, dass erst nach einer umfassenden Begutachtung behandelt wird.“ In regelmäßigen Abständen wird dann in der Ambulanz kontrolliert, wie das Programm anschlägt und wird, wenn es nötig ist, noch einmal modifiziert. „Viele Patienten brauchen diese Termine auch, um dran zu bleiben“, weiß Jana Hösel. „Das sind Etappen, auf die sie hinarbeiten können.“ Überhaupt ist ein großer Teil der Arbeit, die in der Ambulanz geleistet wird, nicht nur medizinische Betreuung, sondern vor allem Motivationsarbeit. Denn nicht wenige Patienten haben bereits resigniert und glauben den Kampf gegen ihre Pfunde verloren. Nach sechs Monaten werten Arzt, Ernährungsberater und Patient schließlich gemeinsam die Ergebnisse ihres Interventionsprogramms aus. Zu Ende ist die medizinische Betreuung damit aber nicht. Denn Adipositaspatienten brauchen in jedem Fall und unabhängig von der Behandlungsmethode eine lebenslange Nachsorge. Auch die wird in der Ambulanz koordiniert.

Örtlich liegt alles nah beieinander, medizinisch betrachtet sind alle notwenigen Fachrichtungen unter einem Dach vereint. „Das macht für die Patienten vieles einfacher. Aber zum Beispiel lassen sich auch Formalitäten schneller erledigen, etwa wenn es darum geht, operative Eingriffe bei den Krankenkassen zu beantragen“, sagt Professor Mathias Faßhauer, Leiter der AdipositasAmbulanz. Das alles spart Zeit und schont die Nerven der Patienten, die ohnehin oft genug blank liegen. Schließlich ist eine wirksame Behandlung ein langer und auch anstrengender Weg, der Durchhaltevermögen und Disziplin erfordert. Doch es lohnt sich. Die Patienten verlieren an Gewicht und gewinnen ein Stück mehr Lebensqualität.

Schlüsselwörter: Adipositasbehandlung