Eine Gruppe von Menschen

Abschließender Bericht über die "Winter School" von Dr. Matthias Raschpichler.

Stellen Sie sich vor sie säßen in einem Konferenzraum und lauschen brillianten Forschern, wie sie über ihre aktuellen Projekte und neuesten Ergebnisse sprechen und das ganze auf den Punkt präsentieren. Keine Literaturrecherche. Kein Sortieren und Verwerfen von Daten niederer Qualität.
Dann stellen Sie sich vor aus dem Fenster zu schauen und dort schneebedeckte Berge zu sehen und den Klang der Stille zu erleben. Keine Ablenkungen. Keine Beschränkung auf das Lernen von nur wenige Momente zuvor Präsentiertem. Klingt privilegiert, oder?

Obwohl solche Erfahrungen ziemlich selten sind, kann man sie dennoch machen. Alles was man braucht ist eine Gruppe von Menschen, die etwas leidenschaftlich vorantreiben will. So wie die Teams um Sr. Arya Sharma und Professor Michael Sturmvoll, Leiter des örtlichen Departments für Endokrinologie, Diabetes und Nephrologie. Dr. Arya Sharma, ehemaliger Professor für Medizin der Franz-Volkhard-Klinik der Berliner Charité ist nun Vorsitzender der Adipositasforschung und Management an der Universität von Alberta, Edmonton.
Desweiteren braucht man einige Ärzte und Studenten aus Kanada und Deutschland. Und natürlich braucht man Berge.
Nachdem man diese Zutaten zusammengebracht hat und alle selbstverständlich während derartiger Projekte auftauchenden Probleme beseitigt hat, hat man auch schon die einmalige Chance für eine recht seltene Erfahrung zur Verfügung gestellt, die erste International School on Obesity Research and Management, ISORAM.
Aus der Sicht eines jungen Forschungsstipendiaten ist es genau das, was es war: eine einmalige Chance auf eine ziemlich seltene Erfahrung. Und auch wenn ich es nicht wissenschaftlich belegen kann, scheint dieser Eindruck von allen Teilnehmern geteilt worden zu sein.

Da nichts perfekt ist, gab es einige Schwächen: Eine ist, dass nicht genügend Zeit war um auf all den großartigen kanadischen Pisten Skifahren zu gehen; eine andere, dass nicht genügend Zeit war, um mit allen Teilnehmern zu sprechen. Alles in allem war es zu kurz. Deshalb wurde die Entscheidung für eine zweite ISORAM bereits getroffen, das nächste Mal vielleicht in Deutschland. Da ein wenig Jetlag aber ein annehmbarer Preis für die inspirierende Landschaft der Rocky Mountains ist, war Alberta sicher auch eine angemessene Entscheidung. Eigentlich ist das Land auch nicht das Entscheidende. Alles was man braucht ist eine Gruppe von Menschen, die...

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