Deutschlands dicke Kinder...nehmen ab

Die Zahl übergewichtiger Kinder stagniert zwar - aber auf hohem Niveau.

Deutschland wird dicker. Damit liegt die Bundesrepublik im weltweiten Trend, denn Adipositas ist längst ein globales Phänomen und Problem. Umso erstaunlicher ist vor diesem Hintergrund das Ergebnis einer Studie der Forschergruppe um Dr. Susann Blüher vom Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) AdipositasErkrankungen Leipzig: Seit 2004 stagniert in Deutschland die Zahl der Kinder, die an Übergewicht oder Adipositas leiden. Auch damit reiht sich Deutschland scheinbar in einen weltweiten Trend ein, denn ähnliche Ergebnisse wurden bereits aus weiteren europäischen und amerikanischen Ländern sowie aus Australien und dem Pazifischen Raum berichtet.

Dass die sogenannte Prävalenz bei Kindern stagniert, ist die gute Nachricht. Die schlechte ist, dass dies noch immer auf hohem Niveau passiert. Dr. Susann Blüher, Fachärztin für Kinderheilkunde und Jugendmedizin an der Universitätsklinik Leipzig, wertete gemeinsam mit ihren Kollegen die Daten von 272.826 Kindern aus ganz Deutschland im Alter von 4 bis 16 Jahren aus, die zwischen 1999 und 2008 erhoben wurden. Stagnierende oder gar rückläufige Prävalenzraten gelten vor allem für jüngere Kinder im Vorschulalter, für die Altersgruppe der 12- bis 16-Jährigen steigen die Prävalenzrate jedoch zum Teil noch weiter an.

Allgemein liegt die Häufigkeit, dass Kinder an Übergewicht und Adipositas erkranken, in Industrieländern zwischen 15 und 35 Prozent.

Schlüsselwörter: IFB-Forschung, Kinder & Jugendliche