Wirkt sich starkes Übergewicht auf Lernen und Gedächtnis aus? Teilnehmer für Studie gesucht

Das IFB AdipositasErkrankungen sucht Teilnehmer für eine neurowissenschaftliche Studie, die sich mit den Ursachen für Übergewicht im Gehirn beschäftigt.

Diese Studie beschäftigt sich mit der Annahme, dass die Übermittlung des Botenstoffs Dopamin im Gehirn bei starkem Übergewicht verändert ist – dadurch werden Belohnungs- und Lernverhalten maßgeblich beeinflusst. Untersucht wird, ob sich eine künstliche „Normalisierung“ des Dopaminspiegels positiv auf die Lern- und Gedächtnisleistung auswirkt. Die Ergebnisse könnten zur Theorie über die Entstehung und Aufrechterhaltung von Übergewicht beitragen. Geleitet wird die Studie durch Dr. Annette Horstmann (Neurobiologie der Entscheidungsfindung bei Adipositas am IFB).
Bei Dopamin handelt es sich um einen Botenstoff des Gehirns, welcher im Volksmund auch als „Glückshormon“ bezeichnet wird. Er vermittelt positive Gefühle, welche sich in Form von Belohnungseffekten auf unser Lernen und Erinnern auswirken. Da unser Körper zur Bildung von Dopamin bestimmte Aminosäuren benötigt und Dopamin permanent vom Körper nachgebildet wird, führt ein Entzug dieser Aminosäuren zur kurzfristigen Abnahme der Dopaminmenge im Körper. Dadurch ergeben sich ebenfalls für eine kurze Zeit gesundheitlich unbedenkliche Veränderungen im Gehirn, welche anhand der Studie gemessen werden sollen.

Geeignete Studienteilnehmerinnen:
- weibliche Probanden
- BMI über 42kg/m².
Zur Orientierung listet die Tabelle ungefähre Körpermaße:

An der Studie können Probandinnen leider nicht teilnehmen bei:
- Alter unter 18 Jahre
- Schwangerschaft
- Typ-1- oder Typ-2 Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) 
- Phenylketonurie
- neurologischen und psychiatrischen Vorerkrankungen, z.B. Schlaganfall, Multiple Sklerose etc

Ablauf der Studie:
Die Studie erfolgt an zwei Tagen. Morgens werden Sie nüchtern im Institut erwartet, um dort ungefähr sechs Stunden zu verbringen. Pro Tag erhalten Sie ein gesundheitlich unbedenkliches Getränk, dessen Wirkung durch Blutabnahmen (2 pro Tag) kontrolliert wird. Im Anschluss sollen Sie Lern- und Gedächtnisaufgaben lösen.
Bei unserer Studie handelt es sich um eine verblindete, randomisierte, wissenschaftliche Studie. Das bedeutet für Sie, dass sich die beiden Getränke in ihrer Zusammensetzung unterscheiden.  Eines senkt den Dopaminspiegel, das zweite Getränk nimmt keinen Einfluss auf die Dopaminbildung. Jeder Proband wird zufällig einer von zwei Gruppen zugeteilt. Diese Einteilung entscheidet darüber, welches Getränk die Probandin an welchem Tag erhält. Weder Sie, noch die Studienleitung wissen in welche der Gruppen Sie sich befinden. Dadurch wird eine objektive Auswertung der Daten gewährleistet.

Entschädigungszahlung:
Am Ende des zweiten Tages lassen wir Ihnen mittels einer Überweisung die Gesamtsumme für Ihre Teilnahme in Form einer Einmalzahlung zukommen. Diese wird zw. 110 und 130 Euro betragen.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Emmy Kaspar und Larissa Pauli:
dopamin[@]cbs.mpg.de
+49 341 9940 2629 (Büro der Studienanmeldung)
Zu unseren Untersuchungen laden wir Sie an unsere gastgebende Institution, das Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig, unter folgender Adresse ein:
Stephanstraße 1a
04103 Leipzig