Kooperationen

Das IFB AdipositasErkrankungen kooperiert mit Einrichtungen und Fachgesellschaften aus den Bereichen Medizin, Wissenschaft und Ernährung.

University building near main campus at Augustusplatz, Leipzig.  (Foto: IFB Adipositas)
Universitätsgebäude in der Universitätsstraße (Foto: D. Gabel)

Kooperationen mit Wissenschafts- und Gesundheitseinrichtungen

Das IFB ist ein gemeinsames Zentrum der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig und des Universitätsklinikums Leipzig AöR. Die Erforschung und Behandlung der Adipositas am IFB sind eng mit der Universitätsmedizin verbunden. Das IFB ist mit verschiedenen medizinischen Einrichtungen vernetzt und kooperiert v.a. in Forschungsprojekten mit diesen:

Universitätsmedizin Leipzig

Dank der weitreichenden Vernetzung unterschiedlicher Forschungseinrichtungen profitiert das IFB von dem großen Kompetenznetz der Medizinischen Fakultät und der Universität Leipzig, zum Beispiel:

Das Universitätsklinikum Leipzig AöR ist ein wichtiger Partner des IFB AdipositasErkrankungen. Viele der im IFB forschenden Wissenschaftler sind zugleich als Ärzte im Uniklinikum tätig. Rund 14 verschiedene Fachbereiche sind an IFB-Forschungsprojekten beteiligt. Daraus ergeben sich eine Vielzahl von Synergien, die sich für die Forschung positiv nutzen lassen. Die AdipositasAmbulanzen für Erwachsene und für Kinder und Jugendliche befinden sich im Universitätsklinikum.

Das IFB arbeitet in seiner Forschung darüber hinaus mit dem Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig zusammen.

Nationale Adipositas-Allianz

In der seit Dezember 2011 bestehenden Adipositas-Allianz kooperieren das IFB AdipositasErkrankungen, das Kompetenznetz Adipositas und das Nationale Genom-Forschungsnetz Obesity (NGFN plus, Helmholtz-Zentrum München).  Mitglieder aus diesen drei führenden und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Einrichtungen haben die aktuellen Herausforderungen im Bereich Adipositas anlässlich eines gemeinsamen Workshops mit dem Dänischen Adipositas-Netzwerk am 8. Dezember 2011 in Freising ausführlich diskutiert.

Sie beschlossen, ein Positionspapier zu erstellen, welches für die Bundesregierung als Anregung für die Ausgestaltung des neuen Rahmenprogramms Gesundheitsforschung dienen soll. Die drei Konsortien haben sich verständigt, zukünftig gemeinsam als „Nationale Adipositas-Allianz“ zu agieren, um einen gemeinsamen Beitrag für Maßnahmen gegen Adipositas in Deutschland zu leisten. Im gemeinsamen Workshop entstanden ein deutsches Strategiepapier für das BMBF und ein englisches Strategiepapier für die European Association for the Study of Obesity (EASO). 

Vernetzung mit Adipositas- und Ernährungsorganisationen

Das IFB pflegt die Beziehungen und den Austausch mit verschiedenen Einrichtungen und Programmen in den Bereichen:

  Adipositas-Forschung und -Behandlung

  Ernährung und Adipositas

  Adipositas-Therapieprogramme

        Doc Weight ® - Ein multimodales, interdisziplinäres Programm zur Therapie der Adipositas Grad II und III (BMI 35-40 kg/qm) und adipositasassoziierter Folgeerkrankungen des Bundesverbandes Deutscher Ernährungsmediziner e.V. (BDEM) in Kooperation mit dem Verband der Diätassistenten - Deutscher Bundesverband e.V. (VDD). Das IFB sowie einzelne Arztpraxen und Kliniken bieten dieses Programm an.

        M.O.B.I.L.I.S - Ein bundesweites Schulungsprogramm zur Therapie der Adipositas für Menschen mit einem BMI zwischen 30 und 40 kg/qm. Der Name steht für multizentrisch, organisierte, bewegungsorientierte Initiative zur Lebensstiländerung in Selbstverantwortung. Initiiert wurde das Programm von der Abteilung Rehabilitative und Präventive Sportmedizin am Universitätsklinikum Freiburg sowie dem Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin an der Deutschen Sporthochschule Köln. In vielen Deutschen Städten gibt es M.O.B.I.L.I.S-Gruppen. Auch in Leipzig gibt es Gruppen. Das IFB kooperiert mit der in Leipzig beteiligten Sportwissenschaftl. Fakultät.

        Obeldicks - Ein Schulungsprogramm für Kinder und Jugendliche mit Übergewicht. Es beruht auf drei Säulen: Ernährungstherapie, Bewegungstherapie, Verhaltenstherapie. Ein Obeldicks-Behandlungsteam besteht aus Kinder- und Jugendärzten, Psychologen, Oecotrophologen (Ernährungswissenschaftlern) und Bewegungstherapeuten. Wie die IFB AdipositasAmbulanz für Kinder und Jugendliche am Universitätsklinikum Leipzig bieten weitere Kliniken das an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln entwickelte Schulungsprogramm an, das auch die Eltern stark mit einbezieht.

        KLAKS - Ein interdisziplinäres Therapieprogramm für adipöse Kinder und Jugendliche im Alter von 8 – 18 Jahren, welches 2007 in Leipzig initiiert wurde (KLAKS -  Konzept Leipzig: Adipositastherapie für Kinder im Schulalter). Die einjährige KLAKS-Schulung beinhaltet eine Steigerung der körperlichen Aktivität auf 90 Minuten pro Woche unter Anleitung von Sportwissenschaftlern, regelmäßige Ernährungsschulungen sowie Verhaltensschulungen durch Ernährungswissenschaftler bzw. Psychologen. Das Programm wird durch den IFB AdipositasErkrankungen medizinisch und wissenschaftlich begleitet und wird in Kooperation mit dem KLAKS e.V. sowie dem Gesundheitssportverein Leipzig durchgeführt. Die einjährige Schulung führt zu deutlichen Verbesserungen des Gewichtsstatus, des Körperfettgehaltes, metabolischer und weiterer Parameter. Die Kosten der Schulung werden von den meisten Krankenkassen übernommen.

       Leipziger Adipositasmanagement - Für Versicherte der AOK Plus Sachsen und Thüringen, die an Adipositas leiden, besteht die Möglichkeit eine umfassende und sogar mehrjährige Therapie im Rahmen des Leipziger Adipositasmanagement zu durchlaufen. Das Universitätsklinikum Leipzig und die AOK Plus Sachsen und Thüringen haben mit Unterstützung des IFB AdipositasErkrankungen einen Vertrag erarbeitet, der erstmalig in Deutschland eine umfassende Therapie adipöser Kinder, Jugendlicher und Erwachsener für die Versicherten dieser Krankenkasse ermöglicht (seit August 2014). Das Behandlungsprogramm ist in einem Vertrag zur Integrierten Versorgung für adipöse Patienten von den Vertragspartnern detailliert erarbeitet worden. Eingeflossen sind die Erfahrungen der IFB AdipositasAmbulanz am Universitätsklinikum. Neuartig sind die vielfältigen Therapiebausteine der fächerübergreifenden Behandlung. Diese reichen von der Ernährungs- und Bewegungstherapie über die psychologische Betreuung und Stress-Manamement-Kurse bis zur ambulanten Versorgung. Innerhalb des Leipziger Adipositasmanagement ist auch die Teilnahme am o. g. Doc Weight- oder MOBILIS-Programm möglich. Bei Fragen zum Leipziger Adipositasmanagement können Sie sich AOK Plus-Versicherte wenden an die Telefonnummer 0341 97-12418 oder mailen an ambulanz [at] ifb-adipositas [dot] de. Weitere Informationen bietet für Erwachsene außerdem das Infoblatt zum Leipziger Adipositasmanagement. Die Eltern von Kindern und Jugendlichen, welche an Adipositas leiden, können sich zum Behandlungsprogramm informieren über die Telefonnummer 0341 97- 20729 oder über die E-Mail Adikids [at] uniklinik-leipzig [dot] de. Wissenswertes bietet das Infoblatt zum Leipziger Adipositasmanagement für Kinder und Jugendliche.

Informationen zu wissenschaftlichen Kooperationen finden Sie unter dem Menüpunkt Forschung.