Modifizierung der Darm-Gehirn-Dopamin-Signalfunktion als Ursache der veränderten Belohnungswahrnehmung von Nahrungsreizen und Kör-pergewichtsreduktion nach Roux-en-Y-Magenbypass Operation im Kleintiermodell (Dr. Wiebke Fenske, abgeschlossen)

In diesem Forschungsprojekt werden das Essverhalten sowie Botenstoffe des Nervensystems vor und nach einem chirurgischen Adipositas-Eingriff (Magenbypass, RYGP) untersucht. Adipositas- oder bariatrische Operationen reduzieren die essbare Nahrungsmenge sowie die Verdauung von Nährstoffen durch eine Magenverkleinerung und Darmverkürzung. Sie scheinen auch die Wahrnehmung von Belohnung z. B. durch Essen zu verändern. Das Belohnungsempfinden hängt u. a. mit dem Nervenbotenstoff Dopamin zusammen. Bei adipösen Patienten ist häufig ein hedonistisches Essverhalten zu beobachten, bei dem Nahrung verstärkt als Belohnung wahrgenommen wird. Am Tiermodell prüfen die Forscher/innen das Essverhalten und die hedonistische Nahrungsaufnahme vor und nach dem Eingriff.

Laufzeit: 01.05.2015 – 31.10.2018


Beschreibung des Forschungsprojekts

Mit bildgebenden Verfahren (Positronen-Emissions- und  Magnet-Resonanz-Tomografie) untersuchen sie außerdem bei bariatrischen Patienten die Funktion von Dopamin im Gehirn vor und nach dem Eingriff sowie das Essverhalten und die Wahrnehmung von Belohnung durch Essen. Diese Studie kann helfen vorherzusagen, welche Patienten von einem bariatrischen Eingriff profitieren.

Projektleitung

Dr. Wiebke Kristin Fenske

Leitung Nachwuchsgruppe "Neuroendokrine Mechanismen"
ehem. Mitglied: Nachwuchskommission
Projektleitung

+49 341 97-13306

wiebkekristin [dot] fenske [at] medizin [dot] uni-leipzig [dot] de