Adipositas-Chirurgie

Untersuchung von Strategien zur perioperativen Verbesserung der Lungenfunktion bei Patienten mit morbider Adipositas (Prof. Dr. Hermann Wrigge)

Angestrebt ist eine Verbesserung durch individualisierte intraoperative Beatmung mit folgender postoperativer kontinuierlicher CPAP-Unterstützung. Nach bariatrischen Eingriffen auftretende Komplikationen im Bereich Atmung und Lunge tragen deutlich zur Krankheitshäufigkeit und Sterblichkeit von adipösen Patienten bei. Bisherige Studien bei normalgewichtigen Patienten haben gezeigt, dass eine spezielle Lungenprotektive Beatmung während der Operation die Komplikationen nach einer Operation verringern kann.

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Verbesserung des Glukosemetabolismus durch eine standardisierte Bewegungstherapie nach einer Magen-Bypass-Operation (GluMBSE-Studie) (Prof. Dr. Arne Dietrich)

Für einige Patienten mit extremer Adipositas bieten Adipositas-Operationen wie z. B. der Magen-Bypass (RYGB) die einzige Möglichkeit, nachhaltig ausreichend Gewicht zu verlieren. Der RYGB gilt als Goldstandard. Unabhängig von der Gewichtsreduktion führt die Magen-Bypass-Operation innerhalb weniger Tage bis Wochen nach der Operation bei ca. 70 Prozent der Patienten zu einer Verbesserung des Zuckerstoffwechsels. Bisher ist nicht bekannt, inwieweit Sport nach dem Eingriff die positiven Veränderungen im Zuckerstoffwechsel unterstützt. Deshalb untersucht die Studie die Effekte eines überwachten Sportprogramms, ob durch Kraftsport bzw. Ausdauersport unterschiedliche Ergebnisse erzielt werden können, als im Vergleich zu einer Kontrollgruppe mit normaler Aktivität.

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Metabolische Chirurgie bei Typ-2-Diabetes in einem BMI-Bereich von 27 bis 60 kg/qm (MetaSurg-Studie) (Prof. Dr. Arne Dietrich)

Häufig leiden adipöse Patienten an einem Typ-2-Diabetes. Sie profitieren in besonderem Maße von Adipositas-Operationen, da der Diabetes sich nach dem Eingriff meist stark verbessert oder ganz zurückgeht (Remission). Die häufigste Adipositas- oder bariatrische Operation ist der Magenbypass (Roux-en-Y Gastric Bypass, RYGB). In der MetaSurg-Studie wird der Effekt von Magenbypass-Operationen verglichen, bei denen die verdauungsaktive Darmpassage (Schlingenlänge) unterschiedlich lang gehalten wird. Die operierten Studienteilnehmer werden außerdem mit einer Gruppe nicht-operierter Patienten, also einer konservativen Kontrollgruppe, verglichen.

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Modifizierung der Darm-Gehirn-Dopamin-Signalfunktion als Ursache der veränderten Belohnungswahrnehmung von Nahrungsreizen und Kör-pergewichtsreduktion nach Roux-en-Y-Magenbypass Operation im Kleintiermodell (Dr. Wiebke Fenske)

In diesem Forschungsprojekt werden das Essverhalten sowie Botenstoffe des Nervensystems vor und nach einem chirurgischen Adipositas-Eingriff (Magenbypass, RYGP) untersucht. Adipositas- oder bariatrische Operationen reduzieren die essbare Nahrungsmenge sowie die Verdauung von Nährstoffen durch eine Magenverkleinerung und Darmverkürzung. Sie scheinen auch die Wahrnehmung von Belohnung z. B. durch Essen zu verändern. Das Belohnungsempfinden hängt u. a. mit dem Nervenbotenstoff Dopamin zusammen. Bei adipösen Patienten ist häufig ein hedonistisches Essverhalten zu beobachten, bei dem Nahrung verstärkt als Belohnung wahrgenommen wird. Am Tiermodell prüfen die Forscher/innen das Essverhalten und die hedonistische Nahrungsaufnahme vor und nach dem Eingriff.

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Wundmanagement in der postbariatrischen Chirurgie. Eine prospektiv, randomisierte, Doppelblind-Studie (PD Dr. Philip Zeplin)

Bei Patienten, die sehr stark abgenommen haben, v. a. nach Adipositas-chirurgischen Eingriffen, wird oft eine körperformende plastische Operation notwendig, um überschüssiges Hautgewebe zu entfernen. Problematisch bei diesen Patienten ist die Neigung zur Serombildung, also der Ansammlung von Wundsekret und Lymphe in einem Hohlraum im Operationsbereich. Serome können die Wundheilung stören. In dieser Studie wird untersucht, ob ein Fibrinkleber hilft Serome zu vermeiden, der bei solchen Eingriffen die Gewebeschichten besser verbindet. Verglichen werden die Ergebnisse mit Eingriffen, bei denen eine spezielle mehrschichtige Nahttechnik verwendet wurde. Die Erkenntnisse aus der Studie können helfen, Komplikationen nach körperformenden Eingriffen zu reduzieren.

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Perioperative Komplikationen bei krankhaft adipösen Patienten: Vorbeugung und Behandlung von Wundinfektionen und postoperativen Schmerzen (Prof. Dr. Hermann Wrigge)

In dieser Studie wird untersucht, ob bei herkömmlichen Dosierungen von Antibiotika und Schmerzmitteln bei adipösen Patienten, die einen chirurgischen Eingriff haben, ausreichende Medikamenten-konzentrationen erreicht werden. Dazu wird die Konzentration im Blut, im Fettgewebe und in der Gewebeflüssigkeit gemes-sen. Daraus lässt sich eine optimierte medik. Dosierung ableiten, durch die Schmerzen und Wundinfektionen nach einer Operation reduziert werden können.

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Auswirkungen von Krafttraining im Vergleich zu Ausdauertraining auf Veränderungen des Glukosestoffwechsels in einer postoperativen Intervention nach Roux-Y-Gastric Bypass (Prof. Dr. Arne Dietrich)

In dieser klinischen Studie wird bei Patienten nach einem bariatrischen Eingriff (Roux-Y-Magenbypass) der Effekt von Krafttraining und Ausdauertraining auf den Zuckerstoffwechsel, die Insulinsensitivität und den Grundumsatz untersucht. Die Studie will herausfinden, inwieweit bewegungstherapeutische Aspekte die positive Wirkung der Operation auf den Glukosestoffwechsel zusätzlich unterstützen. Die Ergebnisse sollen zur Erarbeitung postoperativer Therapieempfehlungen nach bariatrisch-chirurgischen Interventionen beitragen.

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