Verhaltensmedizin der Adipositas

Psychosoziale Aspekte sind relevant für die Entstehung und Aufrechterhaltung der Adipositas und damit einhergehender Gesundheitsstörungen. Sie stellen wesentliche Ansatzpunkte für Behandlung und Prävention dar.

Der Forschungsbereich Verhaltensmedizin widmet sich der Erforschung psychosozialer Faktoren der Adipositas wie unkontrolliertes Essverhalten, Psychopathologie und gewichtsbezogenes Stigma bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen. Verhaltensmedizin beinhaltet dabei, verhaltensorientierte Methoden auf diese medizinischen Problemstellungen anzuwenden.

So werden basierend auf grundlagenorientierter Forschung neue Interventionen, beispielsweise der Kognitiven Verhaltenstherapie, zur Behandlung und Prävention der Adipositas und assoziierter Störungen bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen entwickelt und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit evaluiert. Als wirksam belegte Behandlungsmethoden werden unmittelbar in die Behandlung der adipösen Patienten in der IFB AdipositasAmbulanz übertragen.

Übergeordnetes Ziel ist es, durch die Erforschung psychosozialer Grundlagen und Interventionen zu einem verbesserten langfristigen Gewichtsmanagement und zur körperlichen und psychischen Gesundheit vom Menschen mit Adipositas und begleitenden Störungen beizutragen. Darüber hinaus werden die verhaltensmedizinischen Forschungsergebnisse in der Lehre an Studierende der Medizin weitergegeben, zum Beispiel im Rahmen eines Anti-Stigma-Curriculums. Der IFB-Forschungsbereich Verhaltensmedizin wird von Prof. Dr. Anja Hilbert geleitet.