Übergewichtige Menschen werden benachteiligt und ausgegrenzt

Laut einer aktuellen DAK-Studie werden adipöse Menschen in Bezug auf ihre Gesundheit und ihre Mobilität im Alltag stark benachteiligt. Auf ihre Lebensfreude oder Lebenslust hat Übergewicht nach Meinung der Befragten einen weniger starken Einfluss.

Die DAK befragte über 1000 Personen zu Körpergewicht, dem eigenen Aussehen und zu ihrer Meinung zum Thema Fettleibigkeit und adipösen Menschen.

Als Hauptgründe für den Anstieg der Zahl übergewichtiger Menschen in Deutschland sehen die Befragten zunehmenden Bewegungsmangel (47%), falsche Ernährung (33%), Fast Food (31%) sowie Bequemlichkeit (20%). Hier wurden keine Antwortkategorien vorgegeben, sondern spontane Antworten der Teilnehmer notiert. Weniger ausschlaggebend hingegen wurden mangelnde Aufklärung über die Folgen von Übergewicht (8%) sowie die übermäßige Nahrungsaufnahme (6%) eingeschätzt.

Claudia Luck-Sikorski, Projektleiterin am IFB AdipositasErkrankungen und Professorin für Psychische Gesundheit und Psychotherapie an der Hochschule für Gesundheit in Gera: „Besonders interessant ist ja, dass hier vor allem Gründe genannt worden, die vermeintlich unter der Kontrolle des Einzelnen liegen. Genetische Faktoren oder das Lebensumfeld, das sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert hat, werden gar nicht erwähnt.“

Auch nach ihrem Wissen über die Möglichkeiten zur Gewichtsreduzierung wurden die Teilnehmer befragt. Der Großteil der Befragten sieht in der Ernährungsumstellung sowie einer kombinierten Behandlung aus Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltensveränderung geeignete Wege, um dauerhaft Gewicht zu reduzieren.

Dieser multimodale, aus mehreren Bausteinen bestehende Ansatz, liegt auch der Behandlung der Patienten am IFB AdipositasErkrankungen zu Grunde. Hier unterstützen Ärzte, Diätassistenten, Bewegungstherapeuten und Psychologen die Teilnehmer, diese Lebensstiländerung zu erreichen.
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Die aktuelle Studie „XXL-Report: Meinungen und Einschätzungen zu Übergewicht und Fettleibigkeit“ finden Sie hier: https://www.dak.de/dak/download/Forsa_Studie_XXL-Report-1846162.pdf