Internationale Unterstützung für Adipositasforschung

Internationale Kooperationsvereinbarung ASORTA stärkt Adipositasforschung in Leipzig.

Die Forschung im Bereich Adipositas- und Stoffwechselerkrankungen an der Universität Leipzig ist jetzt durch eine internationale Kooperationsvereinbarung gestärkt worden.
Der sächsische Staatssekretär Hansjörg König ist am 04. Oktober nach Edmonton gereist, um ein neues Kooperationsprojekt zwischen der Provinz Alberta (Canada) und dem Freistaat Sachsen zu besiegeln. Die ASORTA (Alberta-Saxony Obesity Research and Training Alliance) soll zukünftig den Austausch von Nachwuchswissenschaftlern und Studenten fördern, die im Bereich Adipositas und Stoffwechselerkrankungen forschen. Sowohl in Alberta als auch in Sachsen hat die Forschung auf diesem Gebiet eine lange Tradition.
Die University of Alberta und die Universität Leipzig werden mit einer gemeinsamen Summer- und Winterschool, beginnend im Februar 2011 in Edmonton, den Grundstein für den Studentenaustausch legen. Wissenschaftlich gibt es bereits jetzt eine enge Zusammenarbeit zwischen beiden Universitäten. Prof. Dr. Arya Sharma, der Leiter des Adipositaszentrums der Universität von Alberta, wurde in den Expertenbeirat des Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrums (IFB) AdipositasErkrankungen in Leipzig gewählt.
Auch ist geplant in den nächsten Jahren Nachwuchswissenschaftlern aus Edmonton mit Hilfe von Stipendien die Forschung in IFB-Projekten zu ermöglichen.
Prof. Stumvoll, der wissenschaftliche Leiter des IFB wird noch in diesem Jahr gemeinsam mit Prof. Thiery, Dekan der Medizinischen Fakultät, und Prof. Blüher, Vorstandsmitglied des IFB, nach Edmonton reisen um die Inhalte und die Organisation für die Winterschool zu klären und weitere Forschungsinitiativen anzubahnen.
Prof. Dr. Wieland Kiess, der stellvertretende Leiter des IFB AdipositasErkrankungen, hielt in Edmonton die Auftaktvorlesung. Prof. Kiess forscht im IFB AdipositasErkrankungen u.a. zur Prävention von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen. Das Thema seiner Vorlesung war: „Obesity in childhood and adolescence – an European view“.

Sachsen und Alberta arbeiten in Wirtschaft und Wissenschaft schon lange zusammen. Bereits im Februar 2002 hatten der damalige sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf und der Ministerpräsident der Provinz Alberta, Ralph Klein, dazu in Berlin eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet. Sie war die erste ihrer Art in Ostdeutschland.

Schlüsselwörter: Gesundheitspolitik, IFB-Forschung